Anfang August wurde das Shamonda-Like-Virus bei Rindern erstmals in Deutschland festgestellt. Das Virus wird weiterhin als Shamonda-Virus (SHAV) bezeichnet, da für einen abweichenden Namen die Verwandtschaft zum bereits seit den 1960er Jahren bekannten Virus zu groß ist. Die aktuelle europäische Variante weist allerdings einige genetische Unterschiede zu den bisher bekannten SHAV in Afrika und Asien auf. Zunächst hatte die Schweiz über ungewöhnliche Krankheitsfälle bei Rindern berichtet. Der Zeitpunkt der Einschleppung des Shamonda-Virus nach Europa ist nach wie vor unklar, Untersuchungen dazu laufen. In den letzten Tagen häufen sich auch bei uns im Verbandsgebiete die Meldungen von Verdachtsfällen dieser Viruserkrankung. Erste Proben wurden gezogen und zur Untersuchung ins AGES-Labor geschickt. Häufige Symptome sind: starker Durchfall, deutlicher Einbruch der Milchleistung, teilweise hohes Fieber und Fressunlust. Es gibt keine eigentlichen Behandlungsmöglichkeiten, lediglich die allgemeinen Symptome können mit Schmerzmitteln behandelt werden. Der einzige Schutz derzeit ist, mögliche Infektionen vorzubeugen. Hier empfiehlt sich die Behandlungen mit zugelassenen Repellentien (immer in Absprache mit dem Betreuungstierarzt), die Reduktion (Aussetzung) von Weide und Auslauf und die Vermeidung von stehenden Gewässern bzw. Futterresten, welche als Brutstätten dienen.